Erinnern heißt kämpfen!

Erinnern heißt kämpfen!

Beitrag vom 09. November 2022


In der Nacht vom 9. Auf den 10. November 1938 wandelte sich die Diskriminierung und Ausgrenzung gegen über jüdisches Leben in Deutschland zu offener Feindschaft. Mit dieser Nacht begannen die systematische Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden durch die NS-Diktatur. Es „(...) war ein Ereignis von solcher Tragweite, dass der Mantel des Vergessens sich nie darüber senken wird. Es ist ein Ereignis außerhalb jeder Zeit“ (Claude Lanzmann).
Und wie wichtig es ist, dieses Ereignis, all seine Folgen und die Opfer nicht zu vergessen zeigen die Entwicklungen der letzten Jahre. So sind die Anschläge in Wien, Halle und Hanau nur die Spitze eines zunehmenden Antisemitismus in Europa.
3027 Straftaten wurden 2021 registriert und damit ein neuer Höchststand seit der Erfassung. Bis Mitte diesen Jahres wurden bereits 1500 erfasst. Also werden jeden Tag effektiv 5 antisemitische Straftaten in Deutschland begannen. Aber: Antisemitismus hat viele Gesichter und beginnt "nicht erst bei einer Straftat".
Es ist eine Rhetorik, die seit Jahren auf politischer Ebene Einzug gehalten hat. Eine Rhetorik gepaart mit Verschwörungsideologien, getragen von Gruppierungen bis auf die Straße. Gruppierungen, die mit ihren Aussagen die Grausamkeit des Holocaust relativieren und sich selbst zu angeblichen Opfern stilisieren. Nicht umsonst werden diese Gruppen als extremistisch und demokratiegefährdend eingestuft.
Umso wichtiger ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in unserer Gesellschaft. Es ist ein Auftrag für die Gegenwart, für alle demokratischen Kräfte, den Versuchen einer Umdeutung und Verharmlosung der Geschichte entschieden entgegenzutreten.
"Nie wieder" muss ein beständiger gesamtgesellschaftlicher Auftrag sein und keine reine Floskel!
Es gilt, gemeinsam gegen die Zunahme rassistischer und antisemitischer Hetze und rechter Gewalt einzustehen. Es gilt, gemeinsam gegen Jene einzustehen die mit Verschwörungstheorien die Demokratie gefährden. Es gilt, gemeinsam den Toten und Opfern damals wie heute zu Gedenken.
In Zeiten wie diesen, ist das Gedenken für uns umso mehr mit der moralischen und politischen Verpflichtung verbunden, ein erneutes Erstarken faschistischer Kräfte zu verhindern und aktiv für die Gestaltung einer menschenwürdigen und solidarischen Zukunft einzutreten.
Wir bedanken uns bei allen, die heute dabei gewesen sind. Bei allen die mit uns gemeinsam den Feinden der Demokratie entgegen treten und die Erinnerung an die Opfer erhalten.

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