Energiesparmaßnahmen der Stadt

Energiesparmaßnahmen der Stadt

Beitrag vom 03. Oktober 2022


Auch die Stadt will jetzt Energie sparen, endlich. Nachdem scheinbar die Gas- und Energiekrise auch endlich bei der Neumarkter Stadtspitze angekommen ist, wurde hier ein Maßnahmenplan erarbeitet, um Einsparmöglichkeiten zu prüfen. Darunter gibt es einige gute, einige die schon vor ein paar Jahren hätten umgesetzt gehört und ein paar sehr fragwürdige, meint Linken Stadtrat Philipp Schmidt.

So sollen Parkhäuser geschlossen und in städtischen Turnhallen (also vor allem an Grundschulen) das warme Wasser zeitweise abgedreht werden. Auch dass das Außenbecken des Schlossbads erst einmal stillgelegt wird und damit 862.000 Kilowattstunden einsparen, ist ein richtiger Schritt. Für die Vereine ist das fehlende warme Wasser in den Sporthallen zwar unangenehm aber angesichts der Krise vertretbar.

Auch, dass die Eislaufbahn auch dieses Jahr nicht aufgebaut wird, ist angesichts der Strompreise wirtschaftlich nachvollziehbar und im Zuge auf der Einsparung verständlich.

Komplizierter wird es mit der Straßenbeleuchtung. Diese erhöht vor allem das persönliche Sicherheitsrisiko. Angesichts der gesamtgesellschaftlichen Lage kein unerheblicher Effekt aber für den genannten Zeitraum zwischen 0 und 5 Uhr akzeptabel. Wichtig wäre es zumindest an dem Wochenende und an Gefahrenstellen diese länger oder gar nicht abzuschalten.

Dass angesichts von Lieferschwierigkeiten rund um die Heiz- und Elektrotechnik die Stadtverwaltung nun auf die kommt in den zahlreichen Grundschulen und Gebäuden Heizkessel und Thermostate auszutauschen sowie die Beleuchtung auf energiesparende LED-Beleuchtung umzustellen wirkt etwas grotesk und zeugt eher von jahrelangem Desinteresse und auch, dass man sich lieber mit Großprojekten schmückte, anstatt dort hinzugreifen, wo es nötig gewesen wäre, kritisiert die Linkspartei.

Verwunderlich finden wir vor allem die Aussage, dass jetzt eine Umsetzungsstrategie für Photovoltaikanlagen auf den Dächern von städtischen Gebäuden erarbeitet und „demnächst“ umgesetzt werden sollte. In unserer Anfrage vom August nach möglichen Standorten auf städtischen Gebäuden konnte man uns nicht einmal sagen welche Dachformen die Gebäude haben.

Auch der Verweis auf die neue Anlage in Rittershof ist verwirrend, da diese aufgrund der Netzkapazitäten gar nicht an Neumarkt, sondern an Postbauer angeschlossen wird, erklärt Schmidt.

Aber gut, dass sich endlich etwas bewegt. Wenn es weniger reaktionär und mehr präventiv in der oberen Stadtverwaltung vor sich gehen würde, wäre es noch besser.

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