B299 ausbauen? Ja, aber nicht so!

B299 ausbauen? Ja, aber nicht so!

Beitrag vom 12. März 2020


Die B299 ist eine der Hauptverkehrsadern zwischen dem südlichen Landkreis Neumarkt bis zur Autobahn bzw. Nürnberg. Gerade der Schwerlastverkehr hat durch die Erweiterung und Neuschaffung von Industriegebieten zugenommen. Weitaus größer ist aber die Zunahme des Pendlerverkehrs bis in den Nürnberger Raum. Eine Verkehrszählung prognostizierte deshalb, dass die B299 mit 15.000 Fahrzeugen pro Tag bis 2035 an ihre Belastungsgrenzen stößt. Dies wiederum führte dazu, dass die B299 deutlich ausgebaut werden müsse. Und zwar mit 3 statt aktuell 2 Fahrstreifen direkt an Neumarkt vorbei. Prognose und Schlussfolgerung zeigen aber sehr deutlich, dass hier wenig Wert auf Alternativen zum Individualverkehr gelegt wurden bzw. werden. Problematiken, die durch einen besseren ÖPNV bis ins Land hinein, kleiner gehalten werden können.

Der geplante Ausbau durchläuft aktuell noch ein "Randgebiet" Neumarkts. Stauf, Woffenbach und auch Pölling dehnen sich aber zunehmend in Richtung Münchner Ring und damit zur B299 aus. Gesundheits- und Lärmschutz sind mittelfristig durch den drei-spurigen Ausbau und damit höheren Geschwindigkeiten so nicht zu gewährleisten. Im besten Fall verringert sich übrigens die Fahrzeit auf dem 4,8km langen Stück um ganze 43 Sekunden!

Hinzu kommen die vier neuen Zufahrtsäste für Woffenbach und Stauf, die auf ganzer Linie überdimensioniert oder gar gefährlich positioniert sind. Für Woffenbach muss hier definitiv noch eine andere Lösung gefunden werden und für Stauf wurde uns die Idee eines Kreisverkehrs ähnlich dem Pöllinger vorgeschlagen, die auch wir bevorzugen.
Wenn wirklich eine Überholstrecke geplant werden muss, sollte diese zwischen Mühlhausen und Greißelbach und auf Höhe des Stadtteils Hasenheide geschehen. Hier sind die Abstände zur Wohnbebauung deutlich höher und damit auch Lärm- und Schmutzbelastung deutlich geringer.

Alles in allem steht das Projekt, gefördert mit 94 Millionen Euro aus Bundesmittel, in keinem Kosten-Nutzen-Faktor. Entsprechend werden wir dafür eintreten, dass die Erneuerung der B299 ökonomisch und ökologisch sinnvoll erfolgt.

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