Auf dass Auschwitz nie wieder sei!

Auf dass Auschwitz nie wieder sei!

Beitrag vom 27. Januar 2020


Genau heute vor 75 Jahren befreite die Rote Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Es war Sinnbild für das Vernichtungssystem, das die Nationalsozialisten in akribischer Gründlichkeit aufgebaut haben. Für mindestens 1,1 Millionen ermordete Menschen ist Auschwitz die letzte Ruhestätte geworden.

75 Jahre danach sitzen Menschen in den Parlamenten, die diese Gräueltaten relativieren und leugnen.
75 Jahre danach ist das Böse wieder kurz vor der Machtergreifung.

Nie Wieder!

"Nie wieder!" darf genau deshalb keine hohle Phrase sein. "Nie wieder!" darf nicht nur Gedenken sein, muss ein Aufruf sein. Es muss wieder Grundsatz in der deutschen Politik, der Gesellschaft werden. Erinnern allein wird nicht verhindern, dass Denkmäler als Schande bezeichnet werden. Erinnern allein wird nicht verhindern, dass aus Nachbarn KZ-Wärter werden!

Kein Vergessen!

Wir können von den Opfern nicht länger erwarten, dass sie uns vor uns selbst retten. Der Tod der Zeitzeugen ist nicht aufhalten und ihre Erinnerung mit ihnen. Wir dürfen deshalb nicht vergeben, nicht vergessen. Wir müssen uns selbst retten.
Die Frage "Wie war es?" ist längst zu "Wie könnte es wieder sein?" geworden. Die Gleichgültigkeit mit der auf rechten Hass, Anschläge und Terror reagiert wird ist die gleiche wie damals SS-Männer zwischen Leben und Tod der Internierten entschieden. Es ist dieselbe Gleichgültigkeit mit der heute Frauen Vergewaltigung, Juden der Tod und Menschen das Ertrinken im Mittelmeer gewünscht wird.

Kein Vergeben!

Offene Provokationen und eine Diskursverschiebung zum Unsagbaren gedeckt von angeblicher Meinungsfreiheit schüren Rassismus, Antisemitismus und Hass immer weiter. Hitlervergleiche und Relativierungen des Holocaust werden eingeebnet im normalen gesellschaftlichen Umgang. Es ist an uns dieser Welle entgegen zu treten. Es ist an uns zu widersprechen und klar zu zeigen, dass die Verletzung der Menschenwürde nicht mehr der freien Meinungsäußerung unterliegt. Egal ob im Internet oder auf der Straße. Denn der Hass, der Rassismus, der Antisemitismus verstecken sich schon längst nicht mehr in den Sozialen Netzwerken. Er zeigt sich offen mit Namen und Gesicht auf der Straße. Menschen trauen sich Dinge zu sagen, was lange Zeit unmöglich war. Und aus Worten wurden Taten. Tagtäglich gibt es Angriffe, Anfeindungen und offener Hass.

Dem müssen wir entgegenstehen.
An uns ist es zu erinnern, an das was geschehen ist.
An uns ist es zu verhindern, dass es wieder geschieht!

 

 

 

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